n der Geschäftigkeit des modernen Lebens kann unser Zuhause leicht zu einem Ort werden, an dem wir nur noch schlafen und essen. Die Bibel zeigt uns jedoch, dass das Zuhause der wichtigste Ort für geistliches Wachstum ist. Persönliche tägliche Andachten stärken uns geistlich, doch die gemeinsame Familienandacht verbindet unsere Herzen miteinander. Wenn eine Familie zusammenkommt, um zu beten und in der Heiligen Schrift zu lesen, entsteht ein „geistliches Gewächshaus“, in dem Kinder und Erwachsene gleichermaßen in der Gnade Gottes wachsen und aufblühen können.
In 5. Mose 6, 6-7 weist Gott sein Volk an:
„Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich nieder-legst oder aufstehst.“
Diese Worte offenbaren ein Muster der Hingabe, das den gesamten Tag umfasst – beginnend am Morgen und abschließend am Abend. Gottes Gegenwart soll sowohl unsere ersten Gedanken bei Tagesanbruch als auch unsere letzten Gedanken am Abend leiten und alles dazwischen prägen. Wenn wir uns bewusst am Anfang und am Ende eines jeden Tag-es Zeit für Gott nehmen, verankern wir unser Leben in ihm und bleiben uns seiner Führung und Fürsorge bewusst.
Morgengottesdienst
Die Morgenandacht gibt dem Tag die Richtung. Den Tag mit Gott zu be-ginnen, bestimmt den Ton für alles, was folgt. Sie richtet das Herz auf seinen Willen aus, lädt seine Gegenwart in die täglichen Aufgaben ein und schenkt geistliche Kraft für die bevorstehenden Herausforderungen.
„Wie zweckmäßig ist es für die Eltern, ihre Kinder noch vor dem Frühstück um sich zu versammeln, um dem himmlischen Vater für den Schutz in der Nacht zu danken und ihn um seine Hilfe, Führung und Obhut für den Tag zu bitten!“ – 1
Abendandacht
Den Tag mit Gott zu beschließen, gibt Gelegenheit zur Besinnung, zur Dankbarkeit, zur Buße und zum Frieden. Sie hilft Familien, ihre Lasten ab-zulegen, einander zu vergeben und in Gottes Fürsorge zur Ruhe zu kom-men. Wenn Familien gemeinsam beten, wachsen sie auch gemeinsam.
„Am Abend ist es angebracht, dass die Eltern mit ihren Kindern noch einmal vor Gott treten und ihm für die Segnungen des vergangenen Tages danken!“ – 2
„Zur Zeit der Abendandacht lasse jedes Glied der Familie sein eigenes Herz sorg-fältig erforschen. Jedes begangene Unrecht soll wiedergutgemacht werden. Hat während des Tages jemand einem anderen Unrecht getan oder unfreundlich ge-redet, so suche der Übertreter Vergebung bei dem, der verletzt worden ist.“ – 3
Dieser tägliche Rhythmus spiegelt die alte Praxis beständiger Hingabe wider und erkennt an, dass jeder Tag von seinem Anfang bis zu seinem Ende Gott gehört.
Warum Morgen- und Abendandacht wichtig sind
- Sie stärkt die Einheit der Familie und fördert Frieden und Beständigkeit. Die gemeinsame Zeit am Morgen und am Abend unter-stützt Kommunikation, Liebe und ein gemeinsames Bewusstsein dafür, wofür wir leben. Sie stärkt die familiären Bindungen auf eine Weise, wie beiläufiges Zusammensein es nicht vermag.
- Sie prägt den Glauben der Kinder. Kinder lernen durch Vor-bilder. Wenn sie sehen, dass Gott im täglichen Leben an erster Stelle steht, lernen sie, dass der Glaube nicht nur eine Möglichkeit unter vielen ist, sondern zum Mittelpunkt des Lebens gehört.
- Sie fördert geistliche Beständigkeit und hilft, Versuchungen zu überwinden. Wenn der Glaube ein fester Bestandteil des Alltags wird und nicht nur gelegentlich eine Rolle spielt, erhält jeder Tag ein stabiles geistliches Fundament. Zugleich werden wir daran erinnert, dass Gott die Kontrolle hat. „Eltern können durch aufrichtiges, inbrünstiges Gebet ihre Kinder mit einem Zaun umgeben. In völligem Glauben sollten sie darum beten, dass Gott bei ihnen bleibe und heilige Engel sie und ihre Kinder vor der grausamen Macht Satans bewahre.“ 4
Wenn Familien ihren Tag mit Gott beginnen und beenden, laden sie seine Gegenwart in jeden Augenblick dazwischen ein. Auf diese Weise entstehen nicht nur stärkere Familien, sondern auch ein tieferer und bleibender Glaube.
„Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.“ Josua 24, 15 (letzter Teil).